Im Mai 2017 haben wir eine interessante Wanderung durch die Bletterbachschlucht durchgeführt.

Die Bletterbachschlucht, auch als „Grand Canyon Südtirols“ bezeichnet, ist das Ergebnis von Erosion (Verwitterung und Abtragung), die vor ca. 15.000-18.000 Jahren einsetzte und z.T heute noch andauert.

Berühmtheit erlangte die Bletterbachschlucht auch aufgrund zahlreiche Fossilfunde von Forschern in den letzten Jahrhunderten.
Die Schlucht hat eine Länge von ca. 8 km und hat sich rund 400 m tief in den Untergrund eingeschnitten. Die Besonderheit der Bletterbachschlucht ist, dass die geologischen Schichten bzw. Ablagerungen, die heute die Dolomiten aufbauen, aufgeschlossen sind, d.h. frei liegen. Der Aufbau der Gesteine gibt Aufschluss über deren Entstehung sowie das Klima und die Umweltbedingungen auf unserer Erde vor etwa 300 Millionen Jahren.

Die untersten Gesteinsschichten, die im Bletterbach aufgeschlossen sind, gehören der Etschtaler Vulkanit-Gruppe an – früher als Bozner Quarzporphyr bezeichnet. Es handelt sich hier um Gesteine mit einem Alter von ca. 280 Millionen Jahren.

Auf diesen Ablagerungen liegen dann Sedimentgesteine die kontinuierlich jünger werden. Als Gesteine finden sich Sandsteine, Mergel, Tonsteine, Kalke…). Der Gipfelbereich des Weißhorns wird aus sogenannten Sarldolomit aufgebaut, der in der Mittleren Trias (abgelagert vor ca. 220 Millionen Jahren).

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